Coach Predrag

Predrag Bibu U12-Cheftrainer bei Austria Salzburg

Mut am Ball.Vertrauen ins eigene Spiel.

Ich möchte, dass der Ball für Kinder ein Freund ist und kein Problem. Sie sollen mutig spielen, selbst entscheiden und Freude am Ball haben, heute und auf lange Sicht. Dafür arbeite ich mit klarer Organisation, ehrlicher Kommunikation, Empathie und verbindlichen Regeln.

Porträt von Predrag Bibu
Haltung

Was mir wichtig ist

Meine Reihenfolge, immer

  1. 1Kindeswohl
  2. 2Freude & Entwicklung
  3. 3Ergebnis

Wenn ich abwägen muss, entscheide ich in genau dieser Reihenfolge. Ein Sieg ist schön. Er ist aber kein Beweis, dass Kinder etwas gelernt haben.

Jedes Kind hat den gleichen Wert.

Unterschiedliche Entwicklungsstände verändern die Aufgaben und Anforderungen, nicht den Wert eines Kindes. Mit elf Jahren fälle ich kein Urteil über Potenzial.

Die Entscheidung gehört dem Kind.

Ich frage, zeige und ermutige. So lernen Kinder, ihrem eigenen Spiel zu vertrauen.

Fördern und fordern.

Freude ist die Voraussetzung fürs Lernen. Gleichzeitig verlange ich etwas: Einsatz, Pünktlichkeit, Respekt. Die Regeln gelten für alle, auch für mich.

Ehrlich, mit Empathie.

Ich sage offen, wo ein Kind steht, und bleibe dabei freundlich. Heikle Themen bespreche ich persönlich.

Aus meinem TrainerbuchAlle zehn Grundsätze meines Sportkonzepts
  1. 1

    Kindeswohl zuerst

    Bei Schmerz, Verdacht auf Kopfverletzung oder echter Gefahr wird sofort gestoppt. Kein Sport als Strafe, kein Training durch Schmerzen, kein Kind gegen seinen Willen dauerhaft ins Tor.

  2. 2

    Viel spielen

    Jede Einheit beginnt spielerisch, hat viel Spielzeit mit Gegner und Ziel und endet mit freiem Spiel.

  3. 3

    Ball und Tor in jeder Einheit

    Jedes Kind hat mindestens zehn Minuten einen eigenen Ball. Jede Einheit hat Torschüsse auf ein Großtor mit Torhüter.

  4. 4

    Die Entscheidung bleibt beim Kind

    Keine Lösungszurufe. Ich frage, zeige und ermutige.

  5. 5

    Aufgabe ändern statt Kind korrigieren

    Klappt eine Übung nicht, ändere ich genau eine Bedingung: die Feldgröße, wie viel Druck der Gegner machen darf, die Zeit oder das Ziel.

  6. 6

    Echte Situationen, genug Wiederholungen

    Geübt wird wie im Spiel: mit Gegner, Richtung und Tor. Technik braucht dazu viele Wiederholungen.

  7. 7

    Weniger Themen, länger üben

    Ein Schwerpunkt läuft zwei bis drei Wochen und bleibt danach als Spielregel im Training.

  8. 8

    Kinder gestalten mit

    Der Kapitän der Woche wählt eine Regel, freitags gibt es ein Wunschspiel, im freien Spiel bilden die Kinder die Teams selbst.

  9. 9

    Fair einteilen

    Keine Ranglisten, keine Bewertungszahlen. Jede Einteilung ist mit Bleistift geschrieben, nicht mit Filzstift.

  10. 10

    Ein Ergebnis zeigt nicht, was gelernt wurde

    Ein einzelnes Spiel ändert den Plan nicht. Was im Training klappt, ist im Spiel noch nicht gelernt.

So arbeite ich

Durch meine Augen

Ein Beispiel aus dem Herbst: 1 gegen 1 verteidigen. Fünf Momente, in denen ich genau hinschaue. Zu jeder Phase steht meine Trainernotiz: was ich beobachte, was das Kind entscheidet und wie ich es begleite.

Predrag Bibu am Abend unter Flutlicht, mit verschränkten Armen, lächelnd zur Seite blickend
Animierte Szene 1 gegen 1: Der Verteidiger in Lila läuft den Angreifer in Weiß an, bremst ab, stellt den Weg zum Tor zu, lenkt zur Seite und gewinnt den Ball beim schweren Ballkontakt. Weg verkürzen Tempo rausseitlich stehen zur Seite lenken schwerer Ballkontakt Blick nach vorn 1 · Annähern

VerteidigerAngreifer mit BallLaufweg

Trainernotiz zu Phase 1

Annähern

Ich beobachte
Startet der Verteidiger sofort, wenn der Angreifer losdribbelt, und verkürzt den Weg?
Das Kind entscheidet
wann es losläuft und auf welchem Weg.
So begleite ich
Ich beobachte aufmerksam und gebe dem Kind Raum für seine Entscheidung.
Danach
„Wie weit vor deinem Tor warst du bei ihm?“
Aus meinem TrainerbuchAlle Trainernotizen lesen
  1. 1

    Annähern

    Ich beobachte
    Startet der Verteidiger sofort, wenn der Angreifer losdribbelt, und verkürzt den Weg?
    Das Kind entscheidet
    wann es losläuft und auf welchem Weg.
    So begleite ich
    Ich beobachte aufmerksam und gebe dem Kind Raum für seine Entscheidung.
    Danach
    „Wie weit vor deinem Tor warst du bei ihm?“
  2. 2

    Abbremsen

    Ich beobachte
    Nimmt er das Tempo raus, bevor er beim Angreifer ist? Steht er seitlich, mit kleinen Schritten?
    Das Kind entscheidet
    wie nah es herangeht und wann es bremst.
    So begleite ich
    Den Merksatz bekommt das Kind vor der Übung: „Erst bremsen, dann zugreifen.“ In der Aktion vertraue ich darauf, dass es den Moment selbst spürt.
    Danach
    „Hast du früh gebremst oder spät?“
  3. 3

    Weg zum Tor zustellen

    Ich beobachte
    Steht er zwischen Ball und Tor? Lenkt er den Angreifer auf eine Seite?
    Das Kind entscheidet
    zu welcher Seite es lenkt.
    So begleite ich
    Ich halte mich mit Zeichen zurück, damit das Kind die Seite selbst erkennt.
    Danach
    „Wohin hast du ihn geschickt, zur Linie oder zur Mitte?“
  4. 4

    Zugreifen

    Ich beobachte
    Greift er zu, wenn dem Angreifer der Ball zu weit vom Fuß springt (der „schwere Ballkontakt“)? Oder springt er vorher hinein?
    Das Kind entscheidet
    den Moment. Der gehört ganz ihm.
    So begleite ich
    Ich lasse dem Kind seinen Moment und rufe nicht dazwischen. Klappt es nicht, ermutige ich: „Weiter!“
    Danach
    Kurz der Merksatz: „Warte auf den schweren Ballkontakt.“
  5. 5

    Ball gewonnen

    Ich beobachte
    Geht der erste Blick nach vorn?
    Das Kind entscheidet
    wohin der erste Ball geht.
    So begleite ich
    Ich freue mich hörbar mit: „Stark verteidigt!“ Ermutigung ist immer erlaubt.
    Danach
    „Ball gewonnen, wohin zuerst?“

Und wenn es bei vielen Kindern nicht klappt? Dann frage ich zuerst, ob die Aufgabe passt. Ich ändere genau eine Bedingung, zum Beispiel die Feldgröße oder wie viel Druck der Gegner machen darf, und schaue, was sich verändert.

Training

Aus der Haltung wird ein Plan

Ich teile die Saison in sechs Abschnitte mit je einem großen Thema. In jedem Thema üben wir zwei Schwerpunkte, jeden zwei bis drei Wochen lang. Danach ist das Geübte nicht vergessen: Es bleibt als Spielregel im Training. Im Herbst zählt zum Beispiel ein Tor doppelt, wenn es bis fünf Sekunden nach einem Ballgewinn fällt.

Jede Einheit plane ich mit 70 Minuten. Was gerade gut läuft, bekommt am Platz mehr Zeit.

Predrag Bibu am Spielfeldrand, beugt sich über eine Taktiktafel und setzt Magnete
Einblick: Vorbereitung an der Taktiktafel
Aug–SepAngreifen mit Mut
Okt–NovVerteidigen und nach Ballgewinn schnell nach vornBeispiel: 1 gegen 1 verteidigen
Dez–Feb · HalleDen Ball auf engem Raum behaupten und zusammenspielen
Mär–AprZusammenspiel auf dem großen Feld
Mai–JunTorchancen herausspielen und nach Ballverlust nachsetzen
JulSaisonrückblick und nächste SchritteJedes Kind arbeitet an seinem persönlichen Ziel.

Wann geht es zum nächsten Lernschritt?

Jeder Schwerpunkt hat drei Lernschritte. Beim 1 gegen 1 im Herbst sind das: abbremsen, den Weg zum Tor zustellen, im richtigen Moment zugreifen. Weiter geht es erst, wenn ich sehe, dass viele Kinder den aktuellen Schritt sicher zeigen. Sonst wiederholen wir. Der Kalender entscheidet das nicht, und wir überspringen keinen Schritt.

So begleite ich die Kinder

Ich spreche mit den Kindern auf vier Arten, je nachdem, worum es gerade geht.

Fragen statt Lösungen
Vor oder nach einer Aktion und in den Pausen frage ich, statt die Lösung vorzugeben. Wo war der freie Raum?
Ein Tipp zur Technik
Kurz, immer nur ein Punkt, gern zum Vormachen. Lass den Ball flach über den Rasen rollen.
Klare Ansagen
Bei Ablauf und Sicherheit knapp und eindeutig. Rückweg außen.
Ermutigung
Immer und konkret: für Mut und für den nächsten Versuch. Stark, dass du es gleich nochmal versucht hast.

Was ich bewusst lasseWährend einer Aktion rufe ich keine Lösungen hinein, ich kommentiere nicht ständig, und ich kritisiere kein Kind vor der Gruppe.

Nach jedem Training halte ich kurz fest, wie es lief: War die Aufgabe passend schwer? Zeigen die Kinder, was wir üben? Wie geht es ihnen am Ende? Daraus plane ich die nächste Einheit.

Predrag Bibu im Regen auf dem Kunstrasenplatz, im Hintergrund eine Tribüne
Mein Weg

Von der U11 zur U12. Ein Jahrgang, zwei Teams.

Ich begleite diesen Jahrgang seit der U11 bei Austria Salzburg. Außerhalb des Fußballs habe ich langjährige Führungserfahrung.

Warum ich Nachwuchstrainer bin

Fußball begeistert mich, und ich möchte diese Begeisterung an Kinder weitergeben. Mich motiviert, ihre Entwicklung zu begleiten: zu sehen, wie sie sich mehr zutrauen, eigene Entscheidungen treffen und als Mannschaft zusammenwachsen. Ich möchte ihnen etwas mitgeben, das ihnen auch außerhalb des Fußballplatzes hilft.

Was ich selbst gelernt habe

Eine Übung kann im Training schon gut funktionieren, während die Umsetzung im Spiel noch Zeit braucht. Deshalb arbeite ich mit wenigen Schwerpunkten über einen längeren Zeitraum und greife sie in unterschiedlichen Spielformen wieder auf. Dabei lerne ich selbst, geduldiger zu sein und genauer hinzuschauen, was die Kinder tatsächlich brauchen.

Predrag Bibu mit einem Ball unter dem Arm auf dem Trainingsplatz, im Gegenlicht vor Abendwolken
2025/26 · U11

Der Anfang mit diesem Jahrgang

Ich war Cheftrainer der U11. Schon damals waren mir ein mutiger Spielaufbau, eigene Entscheidungen und Freude am Fußball wichtig.

Sommer 2026 · Übergang

Zu groß für ein Team

Der Jahrgang ist gewachsen. In einem einzigen Team müsste rund die Hälfte der Kinder zuschauen, deshalb gibt es in der U12 zwei Teams. Meine Planung richte ich an der Trainingsphilosophie des Vereins aus: Freude, Intensität, Wiederholung.

Violett

Meisterschaft: U‑12 Gruppe A

Weiß

Meisterschaft: U‑12 Gruppe D

Violett und Weiß spielen mit unterschiedlichen Anforderungen. Beide Teams verbindet dieselbe Haltung: gleiche Wertschätzung, gemeinsame Werte und Förderung passend zum Entwicklungsstand.

Die Gruppen sollen jedem Team Spiele auf Augenhöhe ermöglichen. Im Kinderfußball gibt es offiziell keine Tabellen.

2026/27 · U12

Verantwortung für Violett und Weiß

Was mich prägt

Mich beschäftigt besonders, wie stark die Zugehörigkeit zu einer Mannschaft das Selbstvertrauen eines Kindes beeinflussen kann. Eine sportlich begründete Einteilung kann sich für ein Kind sehr persönlich anfühlen. Gerade durch die Arbeit mit zwei Teams ist mir deshalb wichtig, meine Entscheidungen verständlich zu erklären und jedem Kind zu zeigen:

Du gehörst dazu, du bist wichtig und wir arbeiten an deiner Entwicklung.

Jedes Team auf seinem Niveau

Sind zwei Trainer da, üben die Teams getrennt, jedes auf seinem Niveau. Mindestens einmal pro Woche spielen Kinder aus beiden Teams gemischt. Ist nur ein Trainer da, trainieren alle gemeinsam.

Dieselben Werte

Respekt, Einsatz und Zusammenhalt gelten für beide Teams. Die Kinder kennen diese drei Regeln seit Ende August.

Verständlich für alle Eltern

Die Elterninformation „Zwei Teams. Ein Weg.“ erklärt offen, warum es zwei Teams gibt.

Weiterbildung

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Versprechen

Darauf ist Verlass

Für die Kinder in meinen Teams und für ihre Eltern. Darunter steht jeweils, wie ich es umsetze.

Spielzeit

Jedes nominierte Kind spielt in jedem Spiel mindestens 20 Minuten.

Mindeststandard Vom Salzburger Fußballverband für die U12 verbindlich vorgeschrieben: mindestens ein Drittel der Spielzeit.

So setze ich es umJedes Kind bekommt immer genug Einsatzzeit, ganz unabhängig vom Ergebnis.

Gespräche

Mit jedem Kind und seinen Eltern führe ich zwei Gespräche pro Saison.

So setze ich es umDie Gespräche finden in einer ruhigen Umgebung statt. Wir sprechen über die Entwicklung des Kindes und über seine nächsten Ziele.

Entscheidungen

Ich erkläre meine Entscheidungen verständlich.

So setze ich es umIch bespreche meine Entscheidungen immer sachlich und wertschätzend mit den Eltern und den Kindern.

Worte

Ich spreche über Handlungen, nicht über Etiketten: „Du gehst mutig ins 1 gegen 1.“ Keine Ranglisten, keine Bewertungszahlen.

Schutz

Bei Gewalt, Mobbing oder herabwürdigenden Worten schütze ich zuerst das betroffene Kind.

So setze ich es umEinen Vorfall gebe ich am selben oder am nächsten Tag sachlich an die zuständige Ansprechperson im Verein weiter.

Austausch

Sprechen wir miteinander.

Ich tausche mich gern fachlich aus: mit Trainerkolleginnen und Trainerkollegen, mit Verantwortlichen im Nachwuchs und mit allen, die Kinder im Fußball begleiten. Über Training, Entwicklung und Haltung, am liebsten persönlich.

So erreichen Sie mich

Am Platz, vor oder nach dem Training, oder per E‑Mail:

E-Mail schreibenpbibu@icloud.com
Predrag Bibu lächelnd auf dem Trainingsplatz
Für ElternGespräche, Konflikte und Spielfeldrand

Fragen zu Ihrem Kind

Gern unter vier Augen. Nicht am Spielfeldrand und nicht vor dem Kind.

Wenn Sie sich geärgert haben

Lassen Sie 24 Stunden vergehen, dann sprechen wir. So geht es um die Sache.

Am Spielfeldrand

Anfeuern ja, coachen nein. Taktik und Technik überlassen Sie uns Trainern, das Spiel gehört den Kindern.

Fair. Respektvoll. Gemeinsam. Die Kinder stehen im Mittelpunkt. Coach Predrag · Predrag Bibu · U12-Cheftrainer bei Austria Salzburg · Stand Oktober 2026